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Erneuerung der Grabstätte des Ehepaares Carl und Julie Ritter
7.6.2010. Zum 150. Todestag von Carl Ritter hat die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin (GfE) die Grabkreuze des Ehepaares Ritter auf dem Berliner St. Marien- und St. Nikolai-Friedhof gründlich
erneuern lassen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte waren die beiden Kreuze durch Verwitterung stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Fachmännisch beauftragt wurde mit der
Restaurierung der Steinbildhauermeister und Restaurator Nikolaus Seubert, der seit dreißig Jahren in Berlin lebt und auch als freischaffender Künstler im Bereich der Skulptur tätig ist. Die
Restaurationsarbeiten wurden ermöglicht durch eine großzügige Spende der Universitätsprofessorin Dorothea Freising, die an der Freien Universität Berlin das Fach Didaktik der Geographie
vertreten hat und seit langem Mitglied der GfE ist.
Carl Ritter verstarb am 28. September 1859, wenige Wochen nach Alexander von Humboldt. Mit der Gesellschaft für Erdkunde war er seit ihrer Gründung im Jahr 1828 eng verbunden; über 30
Jahre war er ihr Präsident und wesentlicher Spiritus Rector. Schon beim Tode seiner Frau Julie, geb. Kramer, im Jahr 1840 hatte er für sie und sich selbst eine Grabstätte auf dem Marien-
und Nikolaifriedhof am Prenzlauer Tor in Berlin gewählt. Wie Ritters Biograph und Verwandter Gustav Kramer über dessen Beerdigung berichtet, wurde der Sarg von einem „langen und
imposanten Zug begleitet, in dem auch die Wagen des Königs und der königlichen Prinzen nicht fehlten“ (Carl Ritter: Ein Lebensbild nach seinem handschriftlichen Nachlaß. Halle: Verlag der
Buchhandlung des Waisenhauses, 1875 (1861)). Die vor 150 Jahren aufgestellten gusseisernen Grabkreuze sind eine Rarität; sie befinden sich auf einem der ältesten Friedhöfe Berlins – er
wurde 1802 gegründet – inmitten des heutigen Stadtgebietes.
Text: Christof Ellger Foto: Robert Koppe
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