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Vorträge in der Gesellschaft für Erdkunde

Mensch und Umwelt in Lateinamerika

lamerikaeb300Aus Anlass des „Bicentenario“, des 200. Jahrestages der Unabhängigkeit verschiedener lateinamerikanischer Staaten (so u.a. von Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Mexiko und Venezuela), und als Beitrag zu den Berliner Bicentenario-Veranstaltungen widmet sich die GfE an zwei Nachmittagen diesem Kontinent.

Samstag, 13. Februar 2010, 14.00-17.00 Uhr

Mensch und Umwelt in Lateinamerika I


14.00 Uhr:
Landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Kordilleren in Lateinamerika

Prof. Dr. Michael Richter, Erlangen

Nach einem Überblick über die geologische, klimatische und vegetationskundliche Differenzierung der südamerikanischen Anden von Venezuela bis Feuerland werden in dem Vortrag drei andine Indianerstämme vorgestellt und im Hinblick auf ihre Mensch-Umwelt -Interaktion behandelt: die Kallawaya in Bolivien, die Atacameños in Nordchile und die Saraguro in Ecuador. 

 

15.30 Uhr: Nachhaltige Landnutzung in Zentralamerika und den Anden – eine Annäherung

Prof. Dr. Ludwig Ellenberg, Berlin

Der Vortrag präsentiert im Hinblick auf die extremen Umweltsituationen in Lateinamerika schlechte und gute Beispiele der Erschließung von Sümpfen, Wüsten und Bergregionen im 19. und 20 Jh. sowie die in den letzten Jahrzehnten verstärkte Umweltbelastung. Darauf aufbauend werden dann Ansätze zur nachhaltigen Nutzung zwischen Honduras und Chile vorgestellt und Ideen für die zukünftige Entwicklung ländlicher Peripherien entwickelt.

 

Samstag, 6. März 2010, 14.00-17.00 Uhr

Mensch und Umwelt in Lateinamerika II


14:00 Uhr:
 
Landschaftsschäden durch falsche Landnutzung in Chile und Argentinien

Prof. Dr. Wilfried Endlicher, Berlin

Landschaftsschäden durch Vegetationszerstörung und Bodenerosion sind in Chile und Argentinien ein weit verbreitetes Phänomen. Die naturgeographischen Rahmenbedingungen der Degradationsprozesse werden erläutert, historische und aktuelle Landnutzungen werden vorgestellt und Lösungsansätze einer nachhaltigeren Bewirtschaftung werden diskutiert.

 

15.30 Uhr: Wald und globaler Wandel in Südamerika

Prof. Dr. Pierre Ibisch, Eberswalde

Die Wälder Lateinamerikas mussten und müssen der menschlichen Entwicklung weichen: Selbst in den seit Kolonialzeiten ökologisch stark veränderten Andenregionen schreitet die Degradation weiter voran. Die Entwaldung ist Lateinamerikas wesentlicher Beitrag zu den atmosphärischen Veränderungen und zum Klimawandel. Dieser Klimawandel wird nun zu einer weiteren Bedrohung für das Fortbestehen der noch existierenden Wälder. Gibt es Anlass zu Hoffnung?

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Die Vorträge finden im Alexander-von-Humboldt-Haus der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin statt!

Eintritt € 4,00; ermäßigt € 2,00 (Schüler: € 1,00); Mitglieder frei!

 

 

(c) Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin 2007-2010