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Verhandlungen der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin 2001

Prof. Dr. Karl Lenz: Friedrich-Schmitt-Ott, Vorsitzer in schweren Zeiten

Dr. Marcus Nüsser: Bildvergleiche und Kulturlandschaftsentwicklung am Nanga Parbat

Nachruf Frau Dr. Gehrenkemper

Veranstaltungen

Symposium: Stand geowissenschaftlicher Forschungen im altweltlichen Trockengürtel, veranstaltet gemeinsam mit der FU Berlin, Fachbereich Geowissenschaften (19./20. Januar 2001)

Der Besondere Vortrag: Stand und Perspektive der Paläoklimaforschung am Beispiel der Ostsahara als Kompartiment des altweltlichen Trockengürtels (19. Januar 2001)

Vorträge und Empfang im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen (20. September 2001)

27. Tagung des Deutschen Arbeitskreises für Geomorphologie: Quartäre Reliefentwicklung in verschiedenen Klimazonen (27.-29. September 2001)

GeoGalerie

Kunstgeschenk an die GfE

Von-Humboldt-Ritter-Penck-Stiftung

Organisatorisches

Treffen der Vertreter und Vertreterinnen der Geographischen Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 30.9.2001 in Leipzig anlässlich des 53. Deutschen Geographentages

Mitglieder

Übersicht aller Veranstaltungen

 

 

Nachruf

Zu Beginn des Berichtsjahres 2001 wurde die Gesellschaft für Erdkunde von einem schweren Verlust getroffen: Am 25. Januar verstarb plötzlich und unerwartet unsere Generalsekretärin und Schriftleiterin der Zeitschrift DIE ERDE

Frau Dr. Kirsten Gehrenkemper     

im Alter von 51 Jahren.

Sie war der GfE über 20 Jahre eng verbunden und hat sie mit ihrer fachlichen Kompetenz, ihrem Organisationstalent und einem sehr engagierten Einsatz mitgestaltet.

Kirsten Gehrenkemper (geb. Henke) wurde am 21.5.1949 in Rünthe, Westfalen, geboren. Im nahegelegenen Kamen besuchte sie das Gymnasium und bestand dort 1968 das Abitur. Zum Studium für das Höhere Lehramt ging sie an die Philipps-Universität in Marburg und legte in den Fächern Geographie und Germanistik das Erste Staatsexamen ab. Schon das Thema der Hausarbeit ‘Ausmaß und Verteilung der Vergletscherung in Svalbard’ zeigt eine Vorliebe für die Physische Geographie, die besonders durch Prof. Dr. Gerhard Stäblein geweckt wurde. Bei ihm lernte sie zusammen mit Johannes Gehrenkemper, den sie 1971 heiratete, vor allem die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens in der Geomorphologie.

Prof. Stäblein konnte beide für eine Promotion gewinnen und schlug als Arbeitsgebiet die Montes de Toledo in Zentralspanien vor . Hier sollten sie Probleme der Reliefentwicklung (Johannes G.) bzw. der Hangabtragung (Kirsten G.) untersuchen. Die Feldarbeiten erstreckten sich von 1975 bis 1977. Bei längeren Geländeaufenthalten wurden intensive Beobachtungen und Messungen vorgenommen; hinzu kamen die Auswertung vorhandener Daten sowie Karten- und Literaturstudien bei Behörden und in Bibliotheken. Das Ehepaar Gehrenkemper ergänzte sich bei den Arbeiten im Gelände und Labor in idealer Weise, diskutierte die Ergebnisse und stimmte sie ab. In ihrer Dissertation ‘Rezente Hangabtragung und geoökologische Faktoren in den Montes de Toledo’ konnte Kirsten Gehrenkemper die Bodenerosion durch Messungen relativ genau quantifizieren und die Anteile der einzelnen Ursachenfaktoren, wie Boden, Klima, Bewuchs u.a., bestimmen. Die Ergebnisse fanden allgemeine Anerkennung und gaben der Bodenerosionsforschung weitere Impulse.

Die Berufung von Prof. Stäblein an die Freie Universität führte auch das Ehepaar Gehrenkemper nach Berlin. Hier erfolgten die Promotion und die Veröffentlichung der Arbeit in den Berliner Geographischen Abhandlungen (Heft 34, 1981).

Der Berufsweg von Frau Dr. Gehrenkemper begann 1977 als Referendarin an der Droste-Hülshoff-Oberschule in Berlin-Zehlendorf. Noch im gleichen Jahr zwang sie jedoch eine schwere Erkrankung, die nach einer Operation später als geheilt galt, den Schuldienst aufzugeben. Auch konnte eine Beschäftigung in der Kartensammlung der Staatsbibliothek nur für kurze Zeit ausgeübt werden.

Nach längerer beruflicher Pause bewarb sich Dr. Gehrenkemper auf eine freie Stelle in der Bibliothek der Gesellschaft für Erdkunde, wo sie 1980 eingestellt wurde. Mit verschiedenen organisatorischen Maßnahmen konnte sie vor allem den großen Bestand an geowissenschaftlichen Zeitschriften erheblich aufwerten und zugänglicher machen. Eine weitere Aufgabe für sie erwuchs in der Schriftleitung der Zeitschrift DIE ERDE, in der sie 1987 Prof. Frido Bader ablöste. In den ersten Jahren arbeitete sie mit ihrem Mann zusammen, nach dessen Tod (1990) oblag ihr die Redaktion allein (vgl. den Nachruf für Dr. Johannes Gehrenkemper in DIE ERDE 122, Heft 1). Insgesamt betreute sie über 10 Jahrgänge mit 40 Einzelheften. Es war aber nicht nur die redaktionelle Routinearbeit, die sie gewissenhaft und kritisch ausführte, sondern vielmehr auch ihr Einsatz für Erneuerungen in Form und Inhalt der Zeitschrift, wodurch nicht zuletzt die Verbreitung gefördert wurde. Auch war ihr sehr an einer harmonischen Teamarbeit gelegen. Dafür wurden regelmäßige Sitzungen eingeführt, die abwechselnd an den Universitäten der Herausgeber mit gemeinsamen Programmen stattfinden.

Zu diesen Aufgaben kam ab 1994 das Amt als Generalsekretärin. Die Stelle ist bereits 1884 zur Entlastung des Vorsitzers eingerichtet und im Laufe der Zeit von vielen bekannten Persönlichkeiten, wie Albrecht Haushofer und Kurt Kayser in den 1930er und 40er Jahren, besetzt worden. Die Nachfolgerin Frau Dr. Gehrenkemper fand sich schnell in die verantwortliche Position ein und arbeitete sehr engagiert an den abwechslungsreichen Programmen, die den Mitgliedern und der breiten Öffentlichkeit angeboten werden. Dabei hatte sie für die monatlichen Abendvorträge, für Ausstellungen und Exkursionen zu sorgen sowie Tagungen zu speziellen Themen zu organisieren. An diesen lag ihr sehr viel, zumal Interessenten auch von außerhalb Berlins und aus anderen Ländern angeworben werden konnten. In jedem Falle sorgte sie für eine angenehme Tagungsatmosphäre und übernahm wenn möglich die Betreuung der Gäste selbst.

Für die weitreichenden Aufgaben als Generalsekretärin war Frau Dr. Gehrenkemper eine Idealbesetzung. Sie verfügte über Fachwissen und fachliche Kompetenz, engagierte sich stark für die Ziele der GfE und konnte sie in die Praxis umsetzen. Damit warb sie viele – und besonders auch Studenten – für die Veranstaltungen oder als Mitglieder. Nicht zuletzt trug dazu auch ihre freundliche und liebenswürdige Art bei, mit der sie Gespräche führte und Besucher im Alexander-von-Humboldt-Haus der GfE begrüßte.

Viel Zeit im Leben von Frau Dr. Gehrenkemper war mit Reisen ausgefüllt. Anfangs fuhr sie mit ihrem Mann nach Südeuropa und noch oft mit dem Motorrad in das alte Arbeitsgebiet der Bergwelt Zentralspaniens. Später zog es sie nach Sibirien und China, wo sie mit Freunden oder auf Exkursionen unterwegs war. Ziele waren ferner Südchile, Ostkanada und die Neuenglandstaaten der USA, wo sie besonders von Boston begeistert war. Den Wechsel ins neue Jahrtausend erlebte sie in Neuseeland und berichtete von den eindrucksvollen Feiern. Viel Freude bereiteten ihr die Treffen im Kiwanis Club Berlin, dessen Zielen sie sich verbunden fühlte und dem sie als Präsidentin vorstand.

Dr. Kirsten Gehrenkemper fand an der Seite ihres Mannes auf dem St. Annen-Friedhof in Berlin-Dahlem ihre letzte Ruhe. Die Gesellschaft für Erdkunde wird ihr ein dankbares Andenken bewahren.

Dr. Dieter Biewald, Vorsitzer
Vorstand und Beirat
Mitarbeiter und Mitglieder
Herausgeber DIE ERDE

 

Veranstaltungen

Abendvorträge

Wie zuvor wurden wiederum neun Abendvorträge angeboten, von denen jeweils fünf eine übergeordnete Thematik behandelten. Dazu fand im Rahmen des Symposiums über den altweltlichen Trockengürtel ein ‘Besonderer Vortrag’ statt, zu dem auch eine breitere Öffentlichkeit geladen war (s. Zusammenstellung der Veranstaltungen).

Rahmenthema der Vorträge im ersten Trimester (Jan.-März) war ‘Bedeutung und Probleme des Wassers auf der Erde’. In einem einführenden Vortrag gab Prof. Joachim Marcinek von der Humboldt-Universität Berlin einen globalen Überblick von den Ausmaßen der Wasserbedeckung und dem Wasserkreislauf. Die Betrachtungen wurden mit der vielseitigen Nutzung des Wassers verknüpft, die über das Trinkwasser hinaus vor allem für die Wirtschaft, wie Fischerei, Schifffahrt, Landbewässerung oder Energiegewinnung , von grundlegender Bedeutung ist. Der hohe Wert des Wassers wird besonders deutlich, wenn man den ansteigenden Verbrauch durch die schnell anwachsende Bevölkerung einbezieht. Umso mehr sollte die Ressource Wasser nachhaltig genutzt werden.

Am Beispiel der Oasenwirtschaft in Nordafrika zeigte Prof. Herbert Popp (Bayreuth), dass die Technik der Wasserförderung und seine sorgfältig geplante Verwendung ausschlaggebend für die Existenz von Menschen und Wirtschaft sind. Seit den 1970er Jahren wurde erkannt, dass das Produktionssystem der meisten Oasen rückständig und verschwenderisch ist. Viele Oasen wurden verlassen, und ein regelrechtes ‘Oasensterben’ schien sich anzubahnen. Erst neuerdings erfolgte ein Umschwung durch neue Technologien in der Wasserförderung und Bewässerung. Sie ermöglichen einen sparsameren und nachhaltigen Verbrauch, so dass der Anbau gesichert ist. Gleichzeitig haben sich damit ökologische und soziale Konflikte in den Oasen gelöst.

Eine großräumige Wasserproblematik mit vielen Teilaspekten bietet sich in China, wie Prof. Wolfgang Hassenpflug (Kiel) aufzeigte. Schon die Einteilung des Landes in den grünen Süden und den gelben Norden weist auf eine unterschiedliche Wasserversorgung hin. Für den niederschlagsärmeren Norden sind besonders die großen Flüsse aus dem Landesinneren wichtige Wasserspender, jedoch bieten die hohe Lößbefrachtung und die jahreszeitlichen Schwankungen große Probleme, die immer wieder den Menschen und der Wirtschaft Schäden hohen Ausmaßes zufügen. Eine Lösung sollen gewaltige Staudämme bieten (Xiaolangdi, Dreischluchten-Damm), deren Auswirkungen und Risiken für Bevölkerung und Ökologie allerdings noch nicht abzuschätzen sind.

Im Mittelpunkt der Vorträge des 2. Trimesters standen Gebirge mit ihren Ressourcen aber auch Gefahren für Bewohner und Touristen. Der Lawinenwinter 1999 hatte in den Alpen über 100 Tote gefordert, hinzu kamen große Schäden in den Siedlungen und bei Verkehrswegen. Dabei sind in letzter Zeit viele Schutzvorrichtungen entstanden bzw. ausgebaut worden, ohne die sich die Verluste wohl um ein Vielfaches erhöht hätten. Zur Bekämpfung der Gefahren stellte der erste Referent, Dr. Walter Ammann aus Davos, das ‘integrale Risikomanagement’ vor, das gleichzeitige Maßnahmen aus technischer, raumplanerischer, organisatorischer und ökologischer Sicht umfasst. Die verschiedenen Ansätze sollen in wechselnden Kombinationen und mit verschiedenen Prioritäten zur Anwendung kommen. Durch einen wirkungsvollen Einsatz wird ein optimaler Schutz besonders vor der gefürchteten Lawinengefahr erwartet.

Ebenfalls als vorbeugende Maßnahme stellte Dr. Jörg Hanisch, Hannover, sogenannte Gefährdungskarten vor, auf denen Gefahrengebiete dargestellt sind. Dies können Naturgefahren sein, wie etwa das Auftauen von bislang stabilen Schutthängen durch Ansteigen der Permafrostgrenze oder der rapide Rückzug von Gletschern. Für die Ausbreitung von Siedlungen oder die Anlage von Verkehrswegen können solche Warnungen von großer Bedeutung sein. Ferner werden Gefahrenbereiche für Bergwanderer und Skifahrer, deren Betreten besondere Risiken darstellen, markiert. Auch hierbei gilt es, Schäden schon im Vorfeld zu verhindern bzw. gering zu halten.

Den Beschluss der UNO-Generalversammlung, das Jahr 2002 zum Internationalen Jahr der Berge zu erklären, nahm Prof. Bruno Messerli (Bern) zum Anlass, auf die umfangreichen Ressourcen der Gebirgswelt hinzuweisen.

Eine der vielen Entschließungen des legendären Umwelt-Gipfels von Rio im Jahr 1992 bildete der ‘Aufruf zur Rettung der Berge’ (‘Appeal for the Mountains’), der unter dem Eindruck der Bergkatastrophen verabschiedet wurde, die der globale Wandel in den 80er Jahren mit sich gebracht hatte. Nach diesem Appell war es jedoch wieder still geworden um die Weltpolitik für die Berge, auch wenn sich einzelne Nichtregierungsorganisationen weiter dieses Themas annahmen. Aber diese Funkstille ist in hohem Maße Besorgnis erregend, bilden doch die Bergregionen wichtige Ökosysteme, deren Existenz entscheidend ist für das Überleben unseres Planeten. Zwei wesentliche ökologische Funktionen sind es vor allem, die die Gebirgsräume so wichtig machen: zum einen das Niederschlagswasser, das sie aus der Atmosphäre herauskämmen und den Vorländern zur Verfügung stellen, zum anderen die biologische Vielfalt in Fauna und Flora. Dieses wichtige ökologische Potenzial – und seine Bedrohungen – stellte Bruno Messerli, emeritierter Professor für Geographie in Bern und langjähriger Präsident der Internationalen Geographischen Union, in seinem Vortrag dar.

Die Gebirge sind die Quellräume für das Wasser, von dem die Tieflandsräume leben. Ganz besonders deutlich ist diese Tatsache in Zentralasien zu studieren, sie trifft jedoch auch auf Mitteleuropa zu. Die Bedeutung der Alpen für das Wasser im Rhein lässt sich daran ablesen, dass das Gebirge nur 21% der Fläche des Einzugsgebiets des Stromes ausmacht, aber zu 46% zum Jahresabfluss und zu 66% zum Juli-Abfluss (gemessen am Eintritt des Rheins in die Niederlande) beiträgt. Wenn es die Alpen nicht gäbe, würde sich der Jahresniederschlag in diesem Raum, der im Durchschnitt bei rund 1500 mm liegt, ungefähr halbieren (bei gleichzeitig steigender Verdunstung), das Klima Europas also deutlich trockener gestalten.

In ähnlicher Weise versorgt der Nil in seinem Unterlauf rund 200 Millionen Menschen mit Wasser, wobei Sudan und Ägypten nur rund 70% der 1959 vereinbarten Wasserrechte tatsächlich nutzen. Aber was passiert, wenn Äthiopien einen Staudamm baut? Eine Konferenz aller Nil-Anlieger im Juni dieses Jahres hat die Brisanz dieser Frage gezeigt – noch ohne Lösungen anzudeuten.

Es ist offensichtlich, dass sich die Zwecke der Wassernutzung von Land zu Land unterscheiden: In Indien gehen 93% des Wassers in die Landwirtschaft, 3% in die Industrie und 4% in Dienstleistungsgewerbe und private Haushalte. In Großbritannien dagegen nutzt die Industrie mit 79% den Löwenanteil des Brauchwassers, 21% entfallen auf sonstige Gewerbe und Haushalte und nur 1% auf die Landwirtschaft. In Holland nutzt die intensive Bewässerungs-Landwirtschaft immerhin 32% der umgesetzten Wasserressourcen, die Industrie 64%, so dass für Haushalte und Gewerbe 5% verbleiben.

Die zweite Bedeutung der Bergregionen liegt in ihrer Rolle als globaler Hort der Biodiversität. Zu den Räumen mit höchster Artenzahl gehören die nördlichen Anden, Mittelamerika, der feuchte Himalaya, die Inselwelt Südost-Asiens, das südliche Afrika, Kamerun und Madagaskar – also vielfach Gebirgsräume. Eine wichtige Frage dabei ist, wie irreversibel sich Schädigungen auf die Artenzahl auswirken. Experimente zur Düngung auf alpinen Wiesen seit den 1930er Jahren haben ergeben, dass die Regeneration einer artenreichen Gebirgsvegetation ungefähr 150 Jahre benötigt. Deshalb strebt der global denkende Naturschutz an, Gebirgsräume großflächig unter Schutz zu stellen, insbesondere die amerikanischen Kordilleren von Alaska bis Feuerland und das zentralasiatische Gebirge vom Hindukusch zum Himalaya. Offene Fragen hierzu betreffen die lokale und regionale Biodiversität sowie die Reaktionen der Artenvielfalt auf die Landnutzung und auch auf den Klimawandel. Um die Beziehung zwischen Nutzung und Artenvielfalt zu erforschen werden Vergleiche zwischen ‘unberührten’ und ‘genutzten’ Teilgebieten angestellt. 

Ein weiteres bedeutendes Nutzungspotenzial der Berge, zugleich jedoch auch ein großes Problem, liegt im Tourismus: Nachdem die Gebirge der entwickelten Länder weitgehend erschlossen sind, setzt jetzt der ‘Run’ auf die Gebirge der Dritten Welt ein – mit noch nicht abzusehenden Folgen für Ökologie und Gesellschaft. Damit war der Referent bei den Menschen angelangt, die die Hochgebirgswelten bewohnen, nutzen und vielfach auch erhalten. In Situationen des Bevölkerungsdruckes dringen sie in immer steilere, immer höhere Lagen vor. Für Devastierungen durch Rodung gibt es in der Geschichte zahllose Beispiele. Plato schon berichtet über die Entwaldung des Mittelmeerraumes. Bruno Messerli zeigte dann Beispiele aus Nepal, wo häufige Hangrutschungen die morphologische Situation der terrassierten Hänge innerhalb weniger Jahre ständig verändern. In den USA hat die Abholzung seit Beginn der europäischen Besiedlung rund 95% der ursprünglichen Wälder verschwinden lassen.

Das Karakorum-Projekt der Bonner Geographen hat angepasste Nutzungsformen in sechs Stockwerken herausgearbeitet, die ‘kulturelle Diversität’, die damit in Zusammenhang steht, ist jedoch bedroht, ähnlich so im peruanischen Hochland. Aus den Alpen kennen wir eine Vielzahl von nicht angepassten Nutzungsformen, die angesichts der ‘Urbanisierung’ der Alpen (eventuell auch als ‘Suburbanisierung’ der Alpen von den umliegenden Agglomerationsräumen her anzusprechen) noch an Bedeutung zunehmen.

Zum Schluss seiner Ausführungen ging Messerli noch auf die Rolle der Gebirge als Indikatoren für den Klimawandel ein. Dieses Phänomen wird ja von der Gletscherforschung intensiv bearbeitet. Beim Fortschreiben der gegenwärtigen Trends wird in den Alpen bis zum Jahr 2100 90% des Gletschereises verschwunden sein, das Eis am Kilimanjaro bereits 2015. Die Ablagerungen von Chlorkohlenwasserstoffen (aus den Wolken) zeigen, dass auch die unerreichbaren Hochgebirgsregionen von Schadstoff-Immissionen betroffen sind.

Die Vorträge im 3. Trimester (Okt.-Dez.) befassten sich mit Hauptstädten bzw. im Falle von Bonn mit einer ehemaligen Hauptstadt. Das Rahmenthema wurde mit einem Vergleich von Washington, D.C., Brasilia und Abuja (Nigeria) eingeleitet. Dabei stellte Prof. Jürgen Lafrenz (Hamburg) vor allem die Ähnlichkeiten bei der Standortwahl innerhalb der Länder sowie die repräsentative Gestaltung besonders der Regierungsviertel heraus. Washington, von dem Franzosen L’Enfant geplant und 1790 gegründet, erhielt wesentliche Elemente seiner Struktur allerdings erst im 20.Jahrhundert, ein System von breiten Verbindungsstraßen (Malls), Plätzen und hervorragenden Bauten zeichnet die Innenstadt aus. Die großzügige Gestaltung wurde Muster für den 1960 eingeweihten Regierungssitz Brasilia. Die Lage im Binnenland Brasiliens soll dessen Erschließung fördern und den wirtschaftlichen Schwerpunkt von der Küstenregion verlagern. Ebenso liegt die 1991 eröffnete Hauptstadt Nigerias, Abuja, im Landesinneren und löste den überlasteten Ballungsraum von Lagos ab. Auch sie wurde großzügig gestaltet und nach einem international geplanten städtebaulichen Konzept errichtet. Zu den Gemeinsamkeiten der neueren Hauptstädte gehört schließlich, dass sie auf Regierungsland (Federal Districts oder Capital Territories) angelegt wurden und damit eine besondere Stellung genießen. Der Vergleich der Hauptstädte war hervorragend geeignet, um Gemeinsamkeiten aufzuzeigen und bei der getroffenen Auswahl die Rolle Washingtons als beispielgebend herauszustellen.

 

Mit der Megastadt Kairo (rd. 12 Mill. Einw.) stellte Prof. Günter Meyer (Mainz) eine Metropole der Dritten Welt vor, in der sich durch ein schnelles und anhaltendes Bevölkerungswachstum Probleme ergeben, die kaum mehr lösbar sind. Ein großer Teil der Bewohner lebt in unzureichenden Quartieren und schlechten Arbeitsbedingungen, wobei der ‚informelle Sektor’, etwa die Suche nach Verwertbarem in den Mülldeponien, eine Art Überleben bietet. Auf der anderen Seite expandieren umzäunte und bewachte Villenvororte der Reichen. Es zeigt sich eine deutlich wahrnehmbare soziale Kluft, die sich ausweitet. Andere Probleme wurden in der Stadt- und Verkehrsplanung aufgezeigt, wobei Projekte, wie z.B. Entlastungssiedlungen am Stadtrand oder der Bau einer U -Bahn, nur geringe Auswirkungen zeigen. Der für die Stadt wichtige Tourismus wurde in letzter Zeit durch Anschläge militanter Fundamentalisten schwer betroffen. Die ägyptische Regierung geht mit strengsten Strafen gegen die Täter vor, um das Image als Reiseland zu erhalten.

Große Aufmerksamkeit fand der Vortrag über die ehemalige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland von Prof. Reinhold Grotz aus Bonn. In einem historischen Rückblick verwies der Referent darauf, dass Bonn schon früher eine Hauptstadtfunktion besaß, nämlich seit 1601 im Kurfürstentum Köln. Es verlor diese Funktion nach dem Wiener Kongress, 1815, als die Rheinlande zu Preußen kamen und Bonn eine ‘normale’ Kreisstadt wurde. Immerhin stiftete Friedrich Wilhelm III. von Preußen 1818 eine Universität, die im kurfürstlichen Schloss unterkam. 1948 wurde Bonn erneut Hauptstadt eines deutschen Teilstaates und erlangte Ansehen und politische Bedeutung. Die Gestaltung und der Ausbau der Stadt wurden in hohem Maße davon beeinflusst. Mit der Wiedervereinigung und dem Beschluss des Bundestages (1991) endete auch diese ‘Hauptstadtperiode’. Aller-dings erhielt Bonn gute Chancen, den Funktionsverlust auszugleichen. Die Bundesregierung verblieb mit sechs Ministerien zunächst noch dort, wodurch viele Arbeitsplätze erhalten blieben. Ferner standen der Stadt hohe Summen für Aufbau und Förderung anderer Funktionen zur Verfügung, um neue Arbeitsplätze zu gewinnen. Im Mittelpunkt steht der Ausbau Bonns und des umgebenden Rhein-Sieg-Kreises zu einer ‘Wissenschaftsregion’, wobei Universität und zahlreiche Forschungsstätten eine sichere Grundlage bilden. Allerdings ist die regionale Wirtschaftsstruktur eher traditionell und noch nicht mit modernen High-Tech-Branchen zukunftsorientiert, wodurch eine Zusammenarbeit mit der Forschung kaum möglich ist. Mit der Telekom und der Post hat Bonn zwei potente Großbetriebe ‘geerbt’, die den Arbeitsmarkt erheblich verbessern helfen. Ferner haben sich internationale Organisationen angesiedelt, und es werden zunehmend große Kongresse abgehalten. Schließlich haben neue Museen den Ruf Bonns als Kulturstadt nachhaltig gefördert. Ins-gesamt scheint es, dass sich anfängliche Befürchtungen von einem Niedergang Bonns durch den Verlust der Hauptstadtfunktion nicht bewahrheitet haben. Im Gegenteil ist die Region auf gutem Wege, sich eine neue Zukunft zu schaffen.

Zum Ausklang der Veranstaltungen 2001 fand eine Lesung statt. Der Schauspieler und Regisseur Rudolf W. Marnitz las aus Briefen, die Alexander von Humboldt an Johann Wolfgang von Goethe und an seinen Bruder Wilhelm von Humboldt richtete. Abschließend sang der Amerikaner James W. Pulley mit sonorem Bass zwei Songs aus seinem Land. Sie führten die Gedanken zu den Opfern der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington D.C. am 11. September 2001.

  • James W. Pulley, Rudolf W. Marnitz und Prof. Reinhold Grotz (v.l.)

 

 

Symposium / Besonderer Vortrag

 

Symposium: Stand geowissenschaftlicher Forschungen im altweltlichen Trockengürtel, veranstaltet gemeinsam mit der FU Berlin, Fachbereich Geowissenschaften (19./20. Januar 2001)

Die Veranstaltung wurde zusammen mit der FU Berlin und dem Fachbereich Geowissenschaften durchgeführt, die Leitung hatte Prof. Dr. Hans-Joachim Pachur. Nach der Begrüßung der etwa 80 Teilnehmer durch den Vorsitzer der GfE, Dr. Dieter Biewald, und den Vizepräsidenten der FU, Prof. Dr. Gerhard Braun, leitete Prof. Pachur in die Thematik der Veranstaltung ein und wies auf die Bedeutung der Forschungen hin. Es folgten insgesamt 25 Vorträge sowie Posterpräsentationen. Die Referenten behandelten ein breites Spektrum an Themen, die vor allem naturgeographisch ausgerichtet waren aber auch Feldbau und Kulturlandschaftsentwicklungen einschlössen. In einer zusammenfassenden Abschlussdiskussion wurde die Bedeutung derartiger Fachtagungen hervorgehoben.

 

Der Besondere Vortrag: Stand und Perspektive der Paläoklimaforschung am Beispiel der Ostsahara als Kompartiment des altweltlichen Trockengürtels

Prof. Dr. Hans-Joachim Pachur (19. Januar 2001)

Der öffentliche Abendvortrag von Prof. Dr. H.-J. Pachur behandelte das Thema ‘Status und Perspektive der Paläoklimaforschung am Beispiel der Ostsahara als Kompartiment des altweltlichen Trockengürtels’ In einem großartigen Überblick fasste er die sich über Jahre erstreckenden Arbeiten seines Berliner Instituts in der Ostsahara zusammen. Die auf zahlreichen Expeditionen und Exkursionen mit Studenten sowie im Labor gewonnenen Ergebnisse konnten durch eindrucksvolle Lichtbilder – be-sonders auch im zeitlichen Vergleich – veranschaulicht werden.

 

Vorträge und Empfang

 

Vorträge und Empfang im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen (20. September 2001):

Dr. Christof Ellger (Berlin): From Discovery to Development Research: The Geo-graphical Society of Berlin and South Asia

Dr. Marcus Nüsser (Bonn): Carl Troll’s Investigations into the Ecology of the Nanga Parbat Area – then and now (1937-1990s)

 

Die alle zwei Jahre im Herbst in Berlin stattfindenden Asien-Pazifik-Wochen sollen die Beziehungen Berlins mit asiatischen Ländern fördern. Dazu dienen u.a. Wirtschaftskonferenzen, kulturelle Veranstaltungen und Vorträge. In diesem Jahr besuchte eine starke Delegation aus Pakistan die Stadt. Zu ihren Ehren gaben die Gesellschaft für Erdkunde und das Deutsch-Pakistanische Forum, in dessen Vorstand auch Prof. Peter Ergenzinger mitwirkt, im Alexander-von-Humboldt-Haus einen Empfang. Zur Begrüßung sprachen der Vorsitzer der GfE, Dr. Dieter Biewald, der pakistanische Minister für Wissenschaft und Technologie, Prof. Dr. Atta-ur-Rahman, und der Botschafter Pakistans in Deutschland, Asif Ezdi.

In zwei Vorträgen wurden Bezüge zwischen der Gesellschaft für Erdkunde und der geographischen Forschung in Pakistan aufgezeigt: Dr. Christof Ellger, Generalsekretär der GfE, sprach zum Thema: ‘From Discovery to Development Research: The Geographical Society of Berlin and South Asia’; Dr. Marcus Nüsser vom Geographischen Institut der Universität Bonn stellte Vergleiche zwischen den Aufnahmen der Expedition Carl Trolls von 1937 im Nanga Parbat-Gebiet und eigenen Beobachtungen an (s. die ausführliche Fassung des Vortrages) 

Abschließend brachte ein Empfang die etwa 20 pakistanischen Gäste mit den deutschen Teilnehmern zusammen. Die Gespräche hatten besonders die politische Situation nach den Terrorangriffen auf New York und das Pentagon am 11. September zum Inhalt, hervorgehoben wurde die Haltung der pakistanischen Regierung, die eine Bekämpfung des Terrorismus unterstützt.

Am 11. Januar 2002 bedankten sich Vorsitzer und Generalsekretär der GfE nochmals bei den pakistanischen Gästen für den Besuch – und für die Friedensgeste des pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf, als er beim Südasien-Gipfel dem indischen Premierminister die Hand reichte. Minister Prof. Atta-ur-Rahman antwortete der GfE daraufhin mit einem Schreiben, in dem er erneut seinen Dank für den Aufenthalt und seine Verbundenheit mit Deutschland zum Ausdruck brachte. Dieses Schreiben ist auf der nebenstehenden Seite wiedergegeben.

  • 20.09.2001: (v.l.) Botschafter Asif Ezdi und Minister Prof. Atta-ur-Rahman aus Pakistan, Vorsitzer Dr. Biewald, Vorstandsmitglied Prof. Ergenzinger und Waseem Haqqie, Vorsitzender des Board of Investment Pakistan

 

Tagung

 

27. Tagung des Deutschen Arbeitskreises für Geomorphologie: Quartäre Reliefentwicklung in verschiedenen Klimazonen (27.-29. September 2001)

Der Deutsche Arbeitskreis für Geomorphologie wurde 1974 in Würzburg unter Mitwirkung fast aller an deutschen Hochschulen tätigen Geomorphologen gegründet. Er hat heute 230 Mitglieder. Der Arbeitskreis hat die Aufgabe, die geomorphologische Forschung im Rahmen der geographischen Wissenschaft zu fördern sowie das Interesse und das Verständnis für die Geomorphologie zu beleben. Dazu veranstaltet er regelmäßig wissenschaftliche Symposien und Exkursionen, fördert Arbeitsgruppen zu Schwerpunkten der geomorphologischen Forschung und unterstützt die Publikationen von Forschungsergebnissen. Die mittlerweile 27. Tagung des Arbeitskreises wurde in Kooperation mit der Gesellschaft für Erdkunde in der Zeit vom 27. bis 29. September 2001 in Berlin im Haus der Gesellschaft für Erdkunde durchgeführt. Das Ambiente und die Möglichkeit zu intensiver Kommunikation im Umfeld des Vortragsprogramms wurde von den Teilnehmern sehr positiv bewertet. An der Arbeitskreistagung nahmen 70 Mitglieder und Gäste teil. Auf dem Programm standen 24 Vorträge und 16 Posterpräsentationen. Nachdem in den vorhergehenden Jahren die Tagungen vielfach unter prozessgeomorphologischen Leitthemen standen, wurde für das Jahrestreffen in Berlin ein eher traditionell anmutendes Schwerpunktthema gewählt: quartäre Reliefentwicklung in verschiedenen Klimazonen. Damit sollte den in der klimatischen Geomorphologie arbeitenden Projektgruppen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Ergebnisse im Rahmen des Arbeitskreises vorzustellen. Ein Teil des Vortragsprogramms des zweiten Tages war der Vorstellung von Ergebnissen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Bündelprojekts SEDAG (Sedimentkaskaden in alpinen Geosystemen) gewidmet.Nach einer kurzen Eröffnung durch den Vorsitzer der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, Dr. D. Biewald, und den Vorstand des Arbeitskreises für Geomorphologie, Prof. Dr. K.-H. Schmidt, folgte das Vortragsprogramm, das in einzelne Themensektionen untergliedert war. Einen rückblickenden und gleichzeitig zukunftsgerichteten einleitenden Leitvortrag mit dem Thema ‘Grundlagen geomorphologischer Forschungen im englischen und deutschen Sprachraum’ hielt Prof. (em) Hanna Bremer. Der erste Themenblock widmete sich mit den Vorträgen von Prof. Helga Besler (Köln) ‘Die Große Sandsee in Ägypten im Holozän und (späten) Pleistozän’ und von Prof. Ernst Brunotte und Dr. Heinz Sander (Köln) ‘Beckensedimente als Zeugnisse der Klima- und Reliefentwicklung im zentralen Kaokoland (Namibia) seit dem Hochglazial’ der quartären Reliefentwicklung in Trockengebieten. Der zweite Themenblock beschäftigte sich mit der quartären Relief- und Klimaentwicklung in Hochländern und Hochgebirgen. Dazu gehörten die Vorträge:

 

Prof. Michael Walther (Ulan-Bator): ‘Jungquartäre Klima- und Vegetationsentwicklung in der Mongolei’,

Prof. Matthias Kuhle (Göttingen): ‘Die glazialgeomorphologische Ausgestaltung des subtropischen Karakorum-Gebirges während des Quartärs’,

Prof. Frank Lehmkuhl (Aachen): ‘Letztglaziale Verlagerung von geomorphologischen Formungs- und Prozessregionen im russischen und mongolischen Altai’,

Prof. Margot Böse (Berlin): ‘Geomorphologische Befunde zur spätpleistozänen Vergletscherung im Hochgebirge von Taiwan’,

Prof. Gerd Wenzens (Düsseldorf): ‘Die spätglaziale Reliefentwicklung im östlichen Vorland der Südanden’,

Dr. Andreas Schellenberger, Karin Fink und Prof. Heinz Veit (Bern): ‘Quartäre Klimavariabilität und Landschaftsentwicklung im intramontanen Becken von Valle de Tafí, NW-Argentinien’.

 

Der erste Vortragstag wurde abgeschlossen mit einem Themenschwerpunkt zu Reliefentwicklungsprozessen in Periglazialgebieten mit den Vorträgen:

 

Dr. Martin Gude et al. (Jena): ‘Holozäne Geomorphogenese im Kärkevagge (N-Schweden): Synthese aus Prozeßssmessungen, Geoarchivanalyse und Modellierung’,

Dr. Sixten Bussemer (München): ‘Vergleich periglaziärer Deckserien in ozeanischen und kontinentalen Jungmoränenlandschaften der Mittelbreiten’,

Dr. Achim Schulte (Heidelberg): ‘Die aktuelle und holozäne Dynamik von Sulzmuren in NW-Spitzbergen’.

 

Die ersten Vorträge des zweiten Tages waren freien, nicht unmittelbar zum Rahmenthema gehörigen Präsentationen vorbehalten. Die nachfolgenden Vorträge dienten der Vorstellung von Ergebnissen, die im Rahmen des Forschungsprojekts SEDAG (Sedimentkaskaden in alpinen Geosystemen) erzielt wurden. In diesem Bündelprojekt widmen sich die einzelnen Arbeitsgruppen unterschiedlichen Kompartimenten und Prozessbereichen der Sedimentkaskade. Folgende Vorträge wurden präsentiert:

 

Prof. Michael Becht (Göttingen): ‘Sedimentkaskaden in alpinen Geosystemen (SEDAG) - ein neuer Forschungsansatz zum Verständnis der Reliefentwicklung (Einführung in das DFG-Bündelprojekt)’,

Tobias Heckmann (München). ‘Materialtransport und Formung durch Lawinen in zwei Einzugsgebieten in den nördlichen Kalkalpen: Erste Ergebnisse’,

Prof. Michael Moser und Dirk Keller (Erlangen): ‘Quantifizierung und Modellierung gravitativer Massenbewegungen’,

Florian Koch (Regensburg): ‘Ansätze zur zeitlichen Einordnung der rezenten und subrezenten Hangdynamik im Lahnenwiesgraben und Reintal bei Garmisch-Partenkirchen’,

Maik Unbenannt (Halle): ‘Gerinnedynamik in alpinen Fließgewässern – erste Untersuchungsergebnisse zum Materialtransfer in oberbayerischen Wildbächen’,

Dr. Lothar Schrott (Bonn): ‘Sedimentspeicher als Komponente alpiner Sedimentkaskaden (Reintal, Bayerische Alpen)’,

Thomas Hoffmann und Dr. Lothar Schrott (Bonn): ‘Modellierung der Mächtigkeiten von Sedimentspeichern mit Hilfe morphometrischer und geophysikalischer Methoden (Reintal, Bayerische Alpen)’,

Volker Wichmann, Tobias Heckmann und Prof. Michael Becht (München, Göttingen): ‘Ansätze zur Modellierung von Sedimentkaskaden’.

 

Den Abschluss der Tagung bildete ein Informations- und Diskussionsforum zur zukünftigen Tagungsplanung sowie zu neuen Forschungsprogrammen und Forschungsperspektiven. Hier gab Herr Dr. Karte (Referent für Geographie bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft) einen sehr informativen Überblick über Förderungsmöglichkeiten und Forschungsperspektiven aus Sicht der DFG.

 

Ausgewählte Vortrags- und Posterbeiträge der Tagung in Berlin werden in einem Supplementband der Zeitschrift für Geomorphologie publiziert (Herausgeber: Prof. Schmidt und Dr. Vetter, Halle). Alle eingereichten Beiträge werden einem ‘reviewing process’ unterzogen.

 

Prof. Dr. Karl-Heinz Schmidt

Vorsitzender des Deutschen Arbeitskreises für Geomorphologie e.V. 

 

 

GeoGalerie

 

Wiederum konnten drei Ausstellungen gezeigt werden, die jeweils nach den ersten Vorträgen der Trimester eröffnet wurden. Dabei sind gewöhnlich die Künstler selbst anwesend und können ihre Werke näher erläutern. Als erster stellte Ulrich F. Krüger (Berlin) 25 Ölgemälde aus, die er seit 1996 in verschiedenen Teilen der Alpen schuf. Da er ohne Verfremdung oder Stilknechtschaft malt, was er sieht, ist es für die meisten der geographisch geschulten Betrachter leicht möglich und reizvoll, geomorphologische Formen, Vegetationsvorkommen und -grenzen wie auch bestimmte Siedlungs- und Wirtschaftsformen zu entdecken. – Für die Sommermonate konnte die Berliner Künstlerin Ursula Hanke-Förster für eine Ausstellung ihrer vielseitigen Werke gewonnen werden. Sie zeigte Collagen, Zeichnungen und Skulpturen unter dem Rahmenthema ‘Zwischen Wald und Wüste’ . Ihre Arbeiten zeigen eine besondere Sicht vor allem von Landschaften, die zu Interpretationen reizen und manche Diskussionen auslösten. – In der 3. GeoGalerie konnten durch einen zufällig frei gewordenen Termin Bilder und Stiche des vielgeehrten Berliner Malers Kurt Mühlenhaupt gezeigt werden. Am Beginn seines Schaffens waren seine Motive vor allem Berliner Stadtlandschaften, echte Berliner Typen oder fröhliche Kneipenszenen. Nach der Wiedervereinigung kamen Bilder von Landschaften Brandenburgs, wohin er seinen Wohnsitz verlegt hat, hinzu. Die Ausstellung bot eine bunte Mischung an Themen, die der nunmehr Achtzigjährige in langer Zeit aufgriff; die Bilder erfreuen den Betrachter und regen zum Kauf an.

 

  • Wiedervereinigung von Kurt Mühlenhaupt

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Kunstgeschenk an die GfE

Im Anschluss an ihre Ausstellung ‘Zwischen Wald und Wüste’ gab die Berliner Bildhauerin und Malerin Frau Ursula Hanke-Förster bekannt, dass sie das 1984/85 geschaffene Relief ‘Große Felderlandschaft’ der GfE schenken möchte. Es handelt sich um ein 60 -teiliges Relief aus verschiedenen Hölzern und Metallprofilen in den Ausmaßen 2,50 x 5,00 m. Der Vorsitzer Dr. Biewald würdigte die Arbeit und bedankte sich im Namen der GfE herzlich dafür. Das Relief wurde im Vortragsraum des Hauses angebracht. Zur Entstehung des Reliefs schrieb uns Frau Hanke-Förster:

‘1983 erlebte ich Sizilien – eine Insel mit einer wunderbaren Landschaft, weiten Tälern und Höhen, großen Feldern und Schluchten.

Dr. D. Biewald (l) präsentiert das Relief von U. Hanke-Förster (2.v.r.)

Dazwischen die Dörfer, deren Häuser und Straßen sich oft die Hänge hoch hinauf ziehen. Der Rückflug gab mir einen Weitblick über die Insel und damit die Anregung zu meinem großen Holzrelief – gearbeitet 1984/85. Mit verschiedenen Hölzern und deren Maserungen, den unterschiedlichsten Tönungen und Verfärbungen setzte ich dieses 60-teilige Relief zusammen. Abstrahierend gestaltete ich in der Oberflächenbehandlung Felder, Hügel, Berge und Burgen nach. Mit Metallprofilen markierte ich Dörfer und Straßen, welche die Landschaft verbinden. Es war nicht nur bildhauerisch sondern auch technisch eine schwierige Arbeit: das Aneinanderfügen der verschiedenen Holzarbeiten, das Befestigen der Hölzer auf Platten, darunter ein Eisengerüst, das Einarbeiten der Metallprofile und die Variation der Flächen. Der Vortragssaal der Gesellschaft für Erdkunde ist für dieses Relief hervorragend geeignet, kommt doch meine Arbeit dem Anliegen der Gesellschaft nahe, den Besuchern ihrer Vorträge die künstlerische Umsetzung einer Landschaft zu vermitteln.’

 

Von-Humboldt-Ritter-Penck-Stiftung

Die Stiftung konnte auf der Grundlage der neuen Satzung vom Mai 2000 auch im abgelaufenen Jahr ihrem Förderauftrag kontinuierlich nachkommen. So wurden wiederum hauptsächlich Studenten und Doktoranden der Berliner Universitäten bedacht. Neben der Fortführung des Dissertationsstipendiums an Herrn Matthias Rosenberg, Leipzig, wurde eine Reihe von kleinteiligen Einzelstipendien gewährt. Darüber hinaus konnte wie in den Vorjahren ein Zuschuss an studentische Mitglieder der Gesellschaft für Erdkunde für den verbilligten Bezug der Zeitschrift DIE ERDE bereitgestellt werden. Insgesamt schüttete die Stiftung DM 27.879,09 aus.

Zum Jahresende 2001 legte Herr Prof. Dr. Jörg F. W. Negendank sein Kuratoriumsmandat aus persönlichen Gründen nieder. Die Stiftung ist ihm für seine engagierte Mitarbeit und seinen kompetenten Rat zu großem Dank verpflichtet. Zu seinem Nachfolger als Mitglied des Kuratoriums wurde Herr Dr. Christof Ellger, Generalsekretär der Gesellschaft für Erdkunde, nominiert. Die Nachwahl durch Vorstand und Beirat der Gesellschaft soll im April 2002 erfolgen.

 

Organisatorisches

Als Nachfolger der im Januar 2001 verstorbenen Frau Dr. Kirsten Gehrenkemper wurde im September Herr Dr. Christof Ellger eingestellt. Er übernimmt das Amt des Generalsekretärs sowie die Schriftleitung der Zeitschrift DIE ERDE.

Herr Ellger wurde 1956 in Stuttgart geboren. Von 1975 bis 1983 studierte er in Tübingen sowie im nordenglischen Durham Geographie und Anglistik. 1988 promovierte er bei Prof. Hermann Grees in Tübingen mit einer Arbeit über den Quartären Sektor bzw. Informationssektor (ein Teilbereich des Dienstleistungssektors) und dessen wirtschaftsräumliche Bedeutung für Baden -Württemberg. Seit 1987 war er dann im Arbeitsbereich von Prof. Kluczka am Institut für Geographische Wissenschaften der FU Berlin beschäftigt.

Aus technischen Gründen musste ein Teil der Tagesordnung der Mitgliederversammlung vom Jahresende 2000 in das Jahr 2001 verschoben werden. Die Punkte ‘Entlastung des Vorstandes für 2000’ sowie ‘Bestätigung des Vorsitzers und der Mitglieder des Vorstandes’ wurden in einer Mitgliederversammlung am 2. März 2001 nachgeholt.

Im Berichtsjahr 2001 fanden 2 Mitgliederversammlungen statt, am 6. Juli und am 7. Dezember. Vorausgegangen waren jeweils Sitzungen von Vorstand und Beirat. Große Aufmerksamkeit fanden die Berichte des Vorsitzers über die Aktivitäten der GfE, die weitgehende Zustimmung fanden. Eine kontroverse Diskussion löste das neue Profil der Zeitschrift DIE ERDE aus (s. Jg. 131, Heft 4), wonach künftig verstärkt Themenhefte erscheinen werden und Englisch als Publikationssprache bevorzugt wird. Dagegen sollen die ‘Verhandlungen’ künftig ausführlicher von den Belangen der GfE berichten, was auch wissenschaftliche Beitrage einschließen kann. Die einmal im Jahr und möglichst mit dem ersten Heft der ERDE verschickten Verhandlungen werden ausschließlich in Deutsch publiziert.

Die Satzungsänderungen, die bereits im Jahr 2000 vorgenommen wurden, mussten noch einmal aufgegriffen werden, da von der Senatsverwaltung für Justiz verschiedene Einwände erhoben wurden. Die von der Mitgliederversammlung am 7. Dezember angenommenen Änderungen betreffen die folgenden Punkte:

1. den Wegfall eines Anwesenheitsquorums für die Wahl von Vorsitzer und Vorstand (bisher 30 Mitglieder),

2. der Generalsekretär ist nicht stimmberechtigtes Mitglied des Vorstandes, sondern gehört ihm nur mit beratender Stimme an,

3. Vorsitzer und Vorstand werden für 2 Jahre gewählt (bisher ein Jahr).

 

Der Jahresabschluss 2000, der erstmals ohne Senatszuschuss nur von der Stiftung getragen wurde, konnte ausgeglichen vorgelegt werden. Die Rechnungsprüfer verzeichneten keine Beanstandungen. Dem Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung die Entlastung ausgesprochen.

Für das Geschäftsjahr 2002 wurde wiederum Dr. Dieter Biewald als Vorsitzer vorgeschlagen und bestätigt, ebenfalls die Mitglieder des Vorstandes Frau Prof. Margot Böse, Herr Prof. Peter Ergenzinger und Herr Prof. Elmar Kulke. Alle nahmen die Wahl an. Herr Prof. Jörg Negendank trat auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus, der Vorsitzer dankte ihm im Namen der GfE für seine Arbeit. Im Beirat ergeben sich keine Veränderungen. Rechnungsprüfer bleiben Frau Lona Poritz und Herr Frank Poppe, ihre Vertreter sind Frau Christa Schubert und Frau Ilse Piechocki.

Karl Lenz (Berlin)

 

Treffen der Vertreter und Vertreterinnen der Geographischen Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 30.9.2001 in Leipzig anlässlich des 53. Deutschen Geographentages

Am Vorabend des 53. Geographentages, der in der ersten Oktoberwoche in Leipzig abgehalten wurde, trafen sich die Mitglieder der verschiedenen Verbände, die in der deutschsprachigen Geographie existieren – dies sind insbesondere der Verband der Geographen an deutschen Hochschulen VGDH und die Deutsche Gesellschaft für Geographie DGfG als Dachverband der Geographie-Verbände –, zu jeweils separaten Verbandssitzungen. So fanden sich auch die Abgesandten der in Deutschland, Österreich und der Schweiz bestehenden Geographischen Gesellschaften zum Treffen der ‘Gesellschaften’ in Leipzig ein. Unsere Gesellschaft war durch Prof. Karl Lenz sowie den Generalsekretär Dr. Christof Ellger vertreten.

Diese Begegnung am Sonntag vor der Eröffnung des Geographentages hat mittlerweile eine lange Tradition als (einzige) institutionalisierte Begegnung zwischen den Gesellschaften. Dabei hat dieses Treffen im zweijährigen Turnus keinerlei formalrechtliche Weihen, denn der Zusammenschluss der Gesellschaften ist rein informell, es gibt nicht so etwas wie einen eingetragen Verein der Geographischen Gesellschaften in Deutschland (womit man sicherlich die verbandsbürokratische Formalisierung auch übertreiben würde). Dennoch haben der ‘Obmann’ (in der Regel in der Tat immer ein Mann!) der Gesellschaften und seine zwei Stellvertreter bzw. Stellvertreterinnen Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG), dem Dachverband aller geographischen Verbände und entsenden die Gesellschaften auch ihren Obmann in das Präsidium der DGfG.

Dieses Mal hatte das Treffen allerdings den Anstrich des Besonderen: Nachdem der bisherige Obmann, Prof. Herbert Popp – vor kurzem von der TU München an die Universität Bayreuth gewechselt und damit selbst nicht mehr Vorstand einer Geographischen Gesellschaft –, im Vorfeld angekündigt hatte, nach sechs Jahren Tätigkeit als Obmann nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen, musste ein neuer Obmann gefunden werden. Erfreu-licherweise erklärte sich Prof. Horst Kopp aus Erlangen dazu bereit, Obmann zu werden, und die Versammlung berief ihn einstimmig in dieses Amt. Zu Stellvertretern wurden Dr. Manfred Nutz aus Köln, Prof. Frank-Dieter Grimm aus Leipzig und Dr. Christof Ellger von der GfE gewählt (auch Frau Dr. Gehrenkemper hatte diesen dritten Stellvertreterposten innegehabt).

Das Fazit, mit dem sich Herbert Popp verabschiedete, klang eher resignierend: Es sei ihm nicht annähernd gelungen, seine gewiss vielfach hochfliegenden Pläne für seine Obmann-Tätigkeit zu realisieren, führte er aus. Gemessen an seinen Ansprüchen sei er gescheitert. Über die alljährliche Zusammenstellung des Vortragsangebots der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen für die Gesellschaften und der großen Exkursionen hinaus konnte keine der von ihm geplanten Aktivitäten angepackt oder gar umgesetzt werden: Die Gesellschaften hätten auf seine Vorschläge vielfach gar nicht reagiert und seien nicht zu einem stärkeren ‘Zusammenbinden’ bereit gewesen. Viele würden auch nicht einmal den von der DGfG geforderten minimalen Mitgliedsbeitrag von DM 60,- pro Jahr entrichten. An weiterreichende Planungen sei gar nicht zu denken gewesen, so vor allem an die Idee einer populären geographischen Publikumszeitschrift, die wissenschaftliche Geographie in guten Journalismus übersetzen könnte, ohne dabei die wissenschaftliche Seriosität aufzugeben. Herr Popp erwähnte in diesem Zusammenhang insbesondere auch die ERDE, die als Zeitschrift einer Geographischen Gesellschaft eigentlich dafür geeignet wäre. Herr Lenz machte noch einmal klar, dass dies jedoch weder der Tradition der Zeitschrift als wissenschaftlicher Zeitschrift entspricht, noch im Sinne der GfE ist.

Dabei ist nicht einmal eindeutig geklärt, wie viele Geographische Gesellschaften es eigentlich in Deutschland gibt, da einige der in den Listen erfassten Vereine sich gar nicht als Geographische Gesellschaft verstehen. Lässt man diese einmal beiseite, kommt man beim Durchzählen auf 23 Geographische Gesellschaften in Deutschland.

In seinem Bericht führte der scheidende Obmann auch aus, wie wichtig die Geographischen Gesellschaften für die Geographie seien und wie wenig diese Bedeutung gerade von der Hochschulgeographie oft gesehen werde. Die Öffentlichkeitsarbeit für die Geographie, die über die Gesellschaften möglich ist, liege dabei doch gerade im Interesse der an den Hochschulen tätigen Geographen und Geographinnen! Und dies ginge eben auch besser, wenn die Gesellschaften stärker an einem Strick zögen! Der neugewählte Obmann Horst Kopp sprach danach über seine Vorstellungen für die Arbeit an der Spitze der Gesellschaften. Er will einen erneuten Versuch unternehmen, die Gesellschaften besser miteinander zu verknüpfen und deren Vortrags- und Exkursionsangebote zu einem gemeinsamen und größeren Angebot zusammenzubinden. Die Gesellschaften stünden doch alle vor ähnlichen Problemen (insbesondere der Überalterung und des Mitgliederschwunds), die gemeinsam angegangen werden sollten. Prof. Kopp will den einzelnen Gesellschaften bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit helfen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung tauschte man Ideen zur ‘Erweckung’ und Weiterentwicklung der Gesellschaften aus: Neue Zielgruppen sollten angesprochen werden (wie Schüler oder Alumni, also die Abgänger der Hochschulinstitute), und bei den Veranstaltungen sollte mehr das Besondere gesucht werden (wie bei ‘Köln bei Nacht’). Auch wurde darüber gesprochen, dass das (gemeinsame) Exkursionsprogramm von klein auf wieder aufgebaut werden sollte – und dass dabei gegenseitige Besuche der Gesellschaften mit ihren Mitgliedern ein schöner erster Schritt sein könnten (und nach Berlin wollen viele kommen!).

 

Christof Ellger (Berlin)

 

Mitglieder

Es verstarben:

Dr. Kirsten Gehrenkemper (Berlin)

Aribert Hoffmann (Berlin)

Klaus-Dieter Lemmes (Ottweiler)

Johannes Wetzel (Berlin)

Anna Elisabeth Weiss (Berlin)

 

Neue Mitglieder:

Katrin Oehlkers (Berlin)

Prof. Dr. Reinhard F. Hüttl (Cottbus)

Prof. Dr. Wilfried Heller (Potsdam)

Dr. Jussi Baade (Heidelberg)

Christian Reinhardt (Berlin)

Ivonne Kroneberg (Berlin)

Jens Lindenkreuz (Berlin)

Ursula Hanke-Förster (Berlin)

Julius Riese (Berlin)

Prof. Dr. Frank Riedel (Wien)

Dr. Klaus Kremb (Winnweiler)

Marek Birkholz (Berlin)

Dr. Gerhard Greiner (Potsdam)

Steffen Leider (Berlin)

Hans-Ragnar Steininger (Berlin)

Dr. Christoph Neff (Grünstadt)

Rosemarie Jacobs (Poikko, Finnland)

Richard Jacobs (Poikko, Finnland)

Eva-Maria Bittner (Berlin)

Judith Bölscher (Berlin)

Silke Schmidtmann (Berlin)

 

 

Wissenschaftliche Vorträge

 

12.01.2001 Prof. Dr. Joachim Marcinek (Berlin)  Das Wasser der Erde - ein Problem?

02.02.2001 Prof. Dr. Herbert Popp (Bayreuth)  Oasenwirtschaft in Nordafrika

02.03.2001 Prof. Dr. Wolfgang Hassenpflug (Kiel) Wasserproblematik in China am Beispiel des Yangtse und Gelbem Fluß

11.05.2001 Dr. Walter Ammann (Davos) Lawinen - Die Nummer 1 der alpinen Naturgefahren

01.06.2001 Dr. Jörg Hanisch (Hannover) Naturgefahren in Hochgebirgsbereichen - Wege zu ihrer Minimierung

06.07.2001 Prof. Dr. Bruno Messerli (Bern) Berge der Welt - Ressourcen für das  21. Jahrhundert

19.10.2001 Prof. Dr. Jürgen Lafrenz (Hamburg)  Washington - Brasilia - Abuja: Planung und Realisierung neuer Hauptstädte

02.11.2001 Prof. Dr. Günter Meyer (Mainz) Kairo - Entwicklungsprobleme einer orientalischen Megastadt

07.12.2001 Prof. Dr. Reinhold Grotz (Bonn) Bonn - Auf dem Wege in eine neue Zukunft? 

 

Der Besondere Vortrag

19.01.2001 Prof. Dr. Hans-Joachim Pachur

 Status und Perspektive der Paläokli-  maforschung - am Beispiel der Ostsahara als Kompartiment des altweltlichen Trockengürtels

 

 

Symposien und Tagungen

19.01. - 20.01.2001

Symposium der FU Berlin, Arbeitsbereich Geoökologie und Wüstenforschung und der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin: ‘Stand geowissenschaftlicher Forschungen im altweltlichen Trockengürtel’

20.09.2001 Vorträge und Empfang für die Delegation aus Pakistan im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen 2001

27.09. - 29.09.2001

 Jahrestagung des Arbeitskreises Geomorphologie 2001

 

GeoGalerie

12.01. - 02.03.2001

 ‘Die Alpen’

 Ölgemälde von U.F. Krüger

 

11.05. - 15.09.2001

 ‘Zwischen Wald und Wüste’

 Collagen, Zeichnungen und Skulpturen von Ursula Hanke-Förster

 

19.10. - 21.12.2001

 ‘Berliner Motive’

 Bilder und Stiche von Kurt Mühlenhaupt

 

 

 

(c) Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin 2007-2011