Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin

Mittwoch, 10. Juni 2026, 18:00

Vortrag von Prof. Dr. Wilfried Endlicher, Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin

Veranstaltungsort
Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin, Raum 2‘097

El-Niño: Die „rote Zunge“ im Pazifik westlich Südamerikas (Extremereignis 2016), Quelle: NOAA/NESDIS 2017

Wenn wieder einmal gehäuft von Dürren, Feuersbrünsten, Starkregen und Überschwemmungen berichtet wird, dann heißt es: El Niño ist schuld! Als El Niño wird eine periodisch auftretende und weltweit wirksame Klimaschwankung bezeichnet, die seit Jahrhunderten belegt ist. Dieses natürliche Klimaphänomen entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel von Ozean und Atmosphäre. Sie ist durch eine anomale Erwärmung des Meerwassers im tropischen Zentral- und Ostpazifik gekennzeichnet, die im Schnitt alle zwei bis sieben Jahre meist um die Weihnachtszeit auftritt, daher die Bezeichnung El Niño (spanisch: „das Christkind"). Regelmäßig fordert das Klimaphänomen in vielen Weltregionen Tausende Menschenleben und verursacht Schäden in Milliardenhöhe. Der Vortrag erläutert Ursachen und Auswirkungen dieses Phänomens. Das nächste Niño-Ereignis wird für Ende 2026 erwartet.

 

Vortrag in Kooperation mit dem Geographischen Kolloquium des Geographischen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin

 

Die Veranstaltungsankündigung können Sie hier herunterladen oder ausdrucken.


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