Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin

Mittwoch, 30. Oktober 2019, 18:00

Vortrag von Gerhard Penck, Stadtplaner, Albstadt – Eintritt frei!

Veranstaltungsort
Ingeborg-Drewitz-Bibliothek Steglitz (im Einkaufszentrum „Das Schloss“, 3. OG), Grunewaldstr. 3, 12165 Berlin

als gestalter ist unsere tätigkeit gesellschaftsbedingt, […] arbeiten heißt unser suchen nach der harmonischen daseinsform“ 1: Hannes Meyer, zweiter Bauhausdirektor, benennt dies 1929 als die neue Bauhausarbeit. Denn die industrielle Revolution und die einhergehende Bevölkerungsexplosion der Kaiserzeit hatte ein unerträgliches, menschenunwürdiges Chaos in die Städte gebracht. Das Bauhaus stand damals keineswegs allein. Eine ganze Generation fortschrittlicher Planer arbeitete seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts mit einer jeweils eigenen Interpretation der „Moder­ne“ an einer menschenwürdigen Zukunft. Im Zusammenschluss der Staatengemeinschaft im Völkerbund und im revolutionären Start der Weimarer Republik wurde erneut Hoffnung geschöpft.

 

Alle damaligen Initiativen sind einer europäischen, ja weltweiten Modernisierungsbewegung gleichzusetzen, die versuchte, nicht nur architektonische Antworten zu geben, sondern Lösungen zur Bewältigung der stetigen Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Der Vortrag beleuchtet die zentralen Aspekte der Bewegung und zeigt auf, wie weit sich diese Suche bis in unser Heute auswirkt.

 

1 Meyer, H., in: Bauhaus. Zeitschrift für Gestaltung, Dessau, Jg. 3, Nr. 1 (1929), S. 2

 

Foto auf Startseite: Onkel Toms Hütte, Siedlung der 20er Jahre, Berlin, Foto: Gerhard Penck

 

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